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Das Königreich der Zulus ist besonders reich an Meeresschildkröten und unsere Taucher haben oft das Privileg, diese charmanten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Wir haben fünf Arten von Schildkröten, drei ansässige und zwei Besucher.


Loggerhead Schildkröte (Caretta caretta)

Eine vom Aussterben bedrohte Art, aber eine, die in Kwazulus Gewässern verbreitet ist. Die welt- weite Bedrohung ist größtenteils dem Fischen und Zerstörung der Nistplätze zuzuschreiben. Im Zulu- land profitiert die einheimische Population vom „Schildkröten Tourismus“, so dass das Schildkröten fischen und das Ausrauben oder Zerstörung der Nester kein Problem ist, steigt die Population der Loggerhead und Leatherback Schildkröte jedes Jahr an. Die Loggerhead Schildkröte hat einen Panzer von bis zu 1,20 Meter mit einem Gesamtgewicht von 160 Kilogramm. Der Panzer ist orange/braun und sie haben einen relativ großen Kopf und einen kräftigen Schnabel. Diese Art ist größtenteils Fleisch fressend, hauptsächlich Schalentiere, Schwämme, Fisch und Echi- noderms aber gelegentlich auch Algen und Meergras. Die Geschlechtsreife ist bei 4 Jahren. Jedes 2 – 3. Jahr legt das Weibchen Eier, bis zu 7-mal zwischen Oktober und Februar, jedes mal ca. 120 Eier mit einem Durchmesser von 40 mm, immer nachts und am gleichen Platz. Wir sind nicht 100% sicher, aber es scheint, dass sie den Platz mit ihrem Geruchs- sinn identifiziert. Es gibt zwei Theorien:

1) Während ihrer Entwicklung entlassen die Eier Pheromone in den Sand, die langsam in das Meer abfließen. Diese Pheromone sind dazu gedacht, die Schildkröte an ihren Nistplatz zu führen.

2) Flüsse, die in das Meer fließen, enthalten Mineralien, Sedimente und leider chemische Schad- stoffe , die für diese Umgebung typisch sind. Es wird vermutet, dass dieses „Aroma“ dieser Stoffe dem Weibchen helfen, ihr Nestplatz zu lokalisieren.

Beide Arten haben eine Inkubationszeit von ca. 60 Tagen, aber der erstaunliche Teil ist, dass das Geschlecht der Jungen gänzlich von der Temperatur während der ersten drei Wochen des Ausbrü- tens abhängt.Wenn die Temperatur während dieser Zeit unter 24 Grad ist, wird es nur männliche Junge geben. Über 29 Grad wird es nur weibliche Junge geben und zwischen 24 und 29 Grad ent- steht ein Mix an Geschlechtern! Nach den 60 Tagen des Ausbrütens, brechen alle Jungen zur selben Zeit aus den Eiern aber erholen sich unter dem Sand für 24 Stunden von ihren Anstrengungen. Die Baby Schildkröten nehmen mehr Platz ein, wenn sie geschlüpft sind als wenn sie in den Eiern waren, wo sie einen freien Platz hatten, der ihnen eine Luftreserve für den Aufstieg zur Oberfläche gab. Dieser Sauerstoffvorrat ist nötig, besonders für die Leatherback Schildkröte, dessen Nester tiefer sind als die der anderen Arten. Ist das Nest zu nahe an der Hochwassermarke, reduziert die Feuchtigkeit des Sandes die mögliche Luftreserve und alle Babies sterben. Zu einem bestimmten Zeichen, was wir nicht ganz verstehen, aber das immer nachts stattfindet, beginnen alle Babies zur Oberfläche zu stoßen. Sie steigen in Massen zu Oberfläche auf aber wenn eines langsamer oder schwächer ist als die anderen und nicht mithält, wird es begraben und erstickt.

An der Oberfläche angekommen, marschieren die Baby Schildkröten entschlossen der größten Licht- quelle entgegen. An den Zululand Stränden ist das zwangsläufig die Spiegelung des Mondes auf den sich brechenden Wellen und die Babies marschieren direkt zum Meer. Leider ist es in anderen Teilen der Welt nicht der Fall, und die Baby Schildkröten, irritiert von künstlichem Licht, werden beim Über- queren der Strassen zerdrückt oder finden einfach nicht das Meer.

Leatherback Schildkröte (Dermochelys coriacea)

Die zweite Art, die an unseren Ufern nistet, ist die Leatherback Schildkröte. Auch eine weltweit gefährdete Art, aber Gott sei Dank, steigen ihre Zahlen in Zululand wieder an. Die Leatherback ist das größte Reptil auf der Erde. Sein Panzer kann länger als zwei Meter erreichen das Tier wiegt 900 Kilogramm. Der Panzer ist nicht wie bei den anderen Schildkröten, ist aber bedeckt mit einer Art Haut, die ihr den Namen „Leatherback“ gab. Die Leatherback hat die ausgedehnteste Wanderung aller Schildkröten. Die Tiere, die an Zululand`s Stränden nisten, wandern nach False Bay in der Nähe von Kapstadt – schon 2.000 km – bevor sie nach Ostmadagaskar starten und bevor sie wieder zu unseren Ufern Richtung Mosambik zurück kehren. Sie bewegen sich kräftig durch das Wasser, indem sie die Bewegungen der Frontflossen be- nutzen, erinnert allerdings mehr an einen fliegenden Vogel als an eine Seekreatur.

Diese kräftigen Flossen können die Schildkröte bis zu einer max. Geschwindigkeit von 9km/h antreiben und sie können Geschwindigkeiten von 2,5 km/h für enorme Strecken beibe- halten. Diese gewaltigen Schildkröten leben gänzlich von Quallen und anderen Weichtieren. Diese Arten, wenigstens in Zululand, sind weniger pünktlich, zu ihrem Nistplatz zurück zu kehren, als die Loggerhead. Zwischen Oktober und Februar nisten sie sechs Mal, aber der Platz variiert zwischen 40 km. Es scheint, dass die Leatherback Weibchen den eigentlichen Nistplatz dadurch findet, indem sie die Pheromone im Wasser riechen, so wie es die Loggerhead tut aber der genaue Nistplatz hängt davon ab, wie die Zustände der Strände sind. Die Konturen unserer Strände wechseln ständig, abhängig von den Wellen. Ihrem enormen Gewicht zuzuschreiben, kann die Leatherback keine Riffe oder ungünstig steile Strände überqueren, deshalb benutzt sie das Wasser nahe zum Strand um einen passenden Ausweg zu finden, an dem sie nisten kann.


Green Turtle (Chelonia mydas)

 Die Green Turtle ist ansässig an unseren Küsten aber nistet nicht hier. Im 19. Jahrhundert, gab es die Green Turtle zahlreich in Mauritius, Rodrigues, Agalega, La Reunion und den Seychellen, aber um 1900, sind sie so gut wie verschwunden. Maßnahmen wurden getroffen, um sie zu schützen und die Zahlen steigen in French Europe Island im Mosambikanischen Kanal (wo 10.000 – 18.000 Weibchen jedes Jahr nisten),) sowie auch in Mohéli, der Insel Tromelin und in St. Brandon. Mit ihrem harten braun, oliv oder grauen Panzer, erreicht die Schildkröte eine Länge von 1,50 Metern und 250 Kilogramm. Sie sind 100%-ige Vegetarier, die die Algenfelder abgrasen. Leider gibt diese Nahrung der Green Turtle einen feststellbaren Geschmack, der bei den Inseln „Connaisseurs“ geschätzt wird. Dies dient nicht der Erhaltung dieser Art!! Auf der anderen Seite, wurden For- schungen von CEDTM und IFREMER auf dem französischen Gebiet der Insel Reunion durchgeführt, die von unseren Umweltschützern als notwendiges Werkzeug gesehen werden, um das Wohl der Green Turtle im Westindischen Ozean beizubehalten und das wird von der Zululand-Tauch-Verbindung sehr geschätzt.

 

Hawksbill Turtle (Eretmochelys imbricata)

Die Hawksbill Schildkröte ist die am gefährdetsten von all unseren Meeresschildkröten. In den 1800`s exportierte der Inselstaat Madagaskar 4.000 Kilos der Hawksbill Schildkrötenpanzer pro Jahr. Der Handel wurde verboten aber der Bestand verringert sich weiter. Dies ist eine kleine Schildkröte weniger als einen Meter Länge und wiegt max. 60 Kg. Ihr herzför- miger Panzer ist ein rötliches braun mit gelben Markierungen. Sie frisst wirbellose Tiere, Seeigel, Ce- phlapods, Schwämme, sowie Krabben und Korallen.


Ridley's Turtle (Lepidochelys olivacea)

Die kleinste unserer Meeresschildkröten, erreicht knapp 0,80 Meter und 45-50 Kg. Der Panzer ist so breit wie lang und gut gerundet. Ihre Nahrung ist allesfressend, bevorzugt Schrimps, Weichtiere, Seeigel, Fisch sowie Algen. So wie die Hawksbill Schildkröte, ist die Ridley`s nicht ansässig an unseren Ufern, sondern nur Besucher. Wir haben keine zuverlässigen Statistiken, aber das Gefühl sagt, dass ihre Zahlen sich verringern.


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